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Geschichte der Johanneskirche

Johanneskirche RadierungMöchten Sie gerne einige Schlaglichter aus meiner Geschichte erfahren?

 

Nachdem Landgraf Ludwig IX den reformierten Gläubigen die freie Religionsausübung erlaubte, wurde ich, vor allem dank der Initiative des Obristen-Leutnants Johann Wilhelm Grandfil und unter großen Opfern der Reformierten zwischen 1750 und 1758 erbaut. Mein Name erinnert deshalb auch nicht an Johannes den Täufer oder den gleichnamigen Verfasser des vierten Evangeliums, sondern an Johannes Calvin, den großen Schweizer Reformator, der die „reformierte“ Glaubenstradition mitbegründete.
In den Folgejahren blieb mein Schicksal als Kirche eng mit dem der Stadt verknüpft: Die Auflösung der Garnison (1790) und die Auswirkungen der französischen Revolution führte zu schmerzhaften Einschnitten in Stadt- und Gemeindeleben. Als Lutheraner und Reformierte sich 1818 in der ganzen Pfalz zur Kirchenunion zusammenschlossen, wurde ich als Kirchengebäude sogar fast überflüssig und zweckentfremdet. Erst nach einer Totalrenovierung von 1889 bis 1891 fanden in mir wieder regelmäßig Gottesdienste statt. 
Beim Luftangriff am 9. August 1944 wurden Kirche und Pfarrhaus vollkommen zerstört. Erst 1958 konnte der Wiederaufbau pünktlich zur Feier des 200jährigen Jubiläums abgeschlossen werden. Seit dieser Zeit erklingen auch meine fünf Glocken in der Tonfolge „c, e, g, a, h“. Und seit 1963 ermöglicht eine Steinmeyer-Orgel mit 34 Registern die Pflege der Kirchenmusik, die mir ein besonderes Anliegen ist. 
1993 schließlich wurde das Kircheninnere gründlich renoviert: Eine neue Bestuhlung sowie die Neugestaltung des Altarraumes (Altar, Kanzel, Taufstein, Wandmalerei) sollen Ihnen den Kirchenbesuch so eindrücklich wie möglich machen. Beim 250jährigen Jubiläum im Jahr 2008 haben wir im Zuge einer intensiven Beschäftigung mit der Historie von "Johannes" und während einer wunderbaren Festwoche unsere Kirche als ein Stück "Heimat" und "Wohnstätte" (Psalm 26,8) unserer Gemeinde ganz neu entdeckt.  Also, schauen Sie doch mal rein ... in eine warme und helle Kirche mit einer bunten Vielfalt! 

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